Donnerstag, 13. Juli 2006
Di, 4. Juli: Macau
Am Dienstag habe ich eine Auslandsreise gemacht und Macau besucht. Wie Hongkong gehoert die fruehere portugiesische Kolonie Macau zwar inzwischen zu China, hat aber immer noch einen Sonderstatus wie auch Hongkong. Vor Betreten des Schnellbootes nach Macau musste ich also die Ausreiseformalitaeten fuer Hongkong erledigen und 45 Minuten spaeter eine Einreisekarte fuer Macau ausfuellen und die Einreiseformalitaeten fuer Macau hinter mich bringen. Bei der Einreise in Macau (und auch in Hongkong) werden unter anderem alle Koepfe mit Waermekameras gescannt, um zu sehen, ob jemand Fieber hat und eventuell eine ansteckende Krankheit mit ins Land bringt. Dies geschieht ziemlich unauffaellig, aber mich hatte beim ersten Mal gewundert, warum vor der Passkontrolle alle ihre Muetzen abnehmen mussten.

Macau hat auch – wie Hongkong – eine eigene Waehrung (Pataca und Avos), aber Hongkong-Dollar werden ueberall im Verhaeltnis 1:1 akzeptiert, da der offizielle Wechselkurs 1 HK$:1,03 MOP$ ist. Wie Hongkong ist auch Macau weitestgehend zweisprachig – chinesisch und portugiesisch. Englisch wird deshalb wesentlich seltener als in Hongkong gesprochen.

Die Hauptinsel von Macau wird wie Hongkong von Hochhaeusern dominiert. Und von Kasinos, denn Macau ist der einzige Ort in China, in dem das Glueckspiel im Kasino erlaubt ist – und die Chinesen lieben das Glueckspiel. Aber es gibt in der Altstadt auch viele gut erhaltene bzw. restaurierte Gebaeude aus der Kolonialzeit, insbesondere am Largo do Senado (Senatsplatz).



Ein Wahrzeichen von Macau ist die Ruine von St. Paul: nur die Vorderfront der Kathedrale ist einem Feuer 1835 erhalten geblieben.



Mit einer Gondel bin ich vom Blumengarten Macaus auf die hoechste Erhebung Macaus gefahren und habe mir dort das Fort Guia angesehen und die Aussicht auf Macau genossen. Nachdem ich mir das Stadtzentrum erlaufen hatte habe ich einen Bus genommen und bin auf die ueber Bruecken und Daemme mit der Hauptinsel verbundene Insel Coloane an den dunklen Strand von Hac Sa gefahren, um dort in dem in allen Reisefuehrern erwaehnten Restaurant Fernando’s frischen, gebratenen Fisch (Kabeljau) und einen portugiesischen Salat zu essen. Dazu gab es einen guten weissen Hauswein.

Auch zurueck zur Hauptinsel bin ich dann mit dem Bus gefahren und habe mir mal ein Kasino von innen angesehen. Macau versucht, Las Vegas zu kopieren, aber Las Vegas ist doch beeindruckender.



Dann ging es zum Hafen mit einem Taxi, da ich keine Lust hatte, lange nach dem richtigen Bus und der richtigen Haltestelle zu suchen und ich wusste, dass der Weg nicht weit und Taxis relativ preiswert sind. Die Fahrt hat mich 2,50 Euro gekostet. Dann habe ich die Faehre nach Kowloon genommen. Kowloon gehoert zum Festland und liegt gegenueber von der Insel Hongkong. Ich wollte mir am letzten Abend mal die Skyline von Hongkong bei Nacht ansehen. Natuerlich waren wieder Aus- und Einreiseformalitaeten zu erledigen, aber gluecklicherweise brauchen Europaeer fuer Hongkong und Macau kein Visum (Festlandchinesen brauchen hingegen eine „Erlaubnis“, um einzureisen).

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