Freitag, 4. August 2006
Di, 25. Juli: Saunawetter
Das Wetter blieb kalt und nass, so dass ich mich entschloss, nach einem Bummel durch einige Einkaufszentren der Stadt in die Sauna zu gehen. Dienstags gab es in einer Sauna ein Sonderangebot fuer nur 6 Euro den ganzen Tag zu saunieren, was ich zumindest am Nachmittag auch ausnutzte.

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Mo, 24. Juli: Woolonggong und Watson Bay
Am Montag hat mich Oscar erneut eingeladen, mit ihm eine Autofahrt zu unternehmen. Er hat montags immer frei. Ziel des Ausflugs war ein buddhistisches Kloster in Woolonggong, ca. 2 Autostunden suedlich von Sydney gelegen. Die Fahrt war nicht besonders schoen, da von Regen und Nebel begleitet, aber wir haben uns auf der Fahrt intensiv unterhalten. Am Kloster angekommen, mussten wir leider feststellen, dass das Kloster montags geschlossen hat. Da bei dem Regen die nahegelegenen Straende auch kein lohnendes Ausflugsziel waren, sind wir wieder nach Sydney zurueckgefahren und haben dort in einem tuerkischen Imbiss einen leckeren Lunch eingenommen. Inzwischen hatte sich das Wetter etwas stabilisiert, deshalb sind wir dann noch in den Ort Watson Bay am Hafenausgang des Hafens von Sydney gefahren und sind dort etwas auf den Klippen am offenen Meer spazieren gegangen.



Nachdem mich Oscar zu Hause zum Abendessen abgesetzt hatte, hat er mich zwei Stunden spaeter wieder abgeholt und wir sind noch „auf einen Tee“ (Autofahrer sind hier sehr vorsichtig mit dem Alkohol!) nach Brighton-le-Sands gefahren und im dortigen Einkaufszentrum in einem griechischen Restaurant eingekehrt.

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So, 23. Juli: Ned Kelly
Nach dem sonntaeglichen Einkaufen bei Woolworth war ich zum Kaffee und Abendessen bei Mark eingeladen. Bei ihm habe ich einiges ueber die Geschichte von Australien gelernt. Und abends haben wir uns gemeinsam einen Film ueber Ned Kelly, einen australischen Nationalhelden, angesehen, der gegen die Ungerechtigkeit der Polizei kaempfte, dabei viele Tote auf dem Gewissen hatte und letztendlich dafuer gehaengt wurde. Ich glaube, so eine Figur kann nur in einem Land zu einem Nationalhelden werden, das von England Verbannten gegruendet wurde.

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Sa, 22. Juli: Travestieshow
Nach einem fuer mich ruhigen Tag, an dem Patrick und Oai aber gearbeitet haben, sind wir abends/nachts (gegen 23 Uhr) zu dritt weggegangen. Wir sind nach Newtown gefahren und haben uns dort in einem Hotel (die meisten Pubs sind in Hotels, oft ist aber auch nur der Name des Hotels uebriggeblieben und das „Hotel“ vermietet ueberhaupt keine Zimmer mehr, sondern ist nur noch Pub oder Restaurant) eine Travestieshow angesehen. Sowohl der Eintritt (3 Euro) als auch die Getraenkepreise (2,10 fuer ein Bier, ca. 0,25 l) waren erstaunlich preiswert. Jede Stunde gab es eine 20-minuetige Show. Die Kostueme waren sehr extravagant, die Songs und die Texteinlagen zwischendurch fuer einen Nicht-Aussie wie mich nur schwer verstaendlich, aber die Stimmung war gut. Anschliessend sind wir noch kurz in die Disko im Keller des gleichen Hotels gegangen, aber Oai, der normalerweise um 5.30 Uhr aufsteht, war sehr muede, so dass wir gegen 1.45 Uhr wieder nach Hause gefahren sind.

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Fr, 21. Juli: Manly und North Head
Obwohl das Wetter sehr unbestaendig war, bin ich heute mit der Faehre nach Manly gefahren, eine etwa halbstuendige Faehrfahrt durch den Hafen von Sydney. Ich hatte Glueck, auf der Halbinsel Manly schien die Sonne. Ich bin vom Faehrhafen durch die Fussgaengerzone zum Strand gelaufen und war ueberrascht, wie viele Surfer (mit Taucheranzuegen) im Wasser waren und auf den hohen Wellen gesurft sind.



Ich bin den Strand entlang gelaufen und einem Trampelpfad in den Sydney National Harbour Park gefolgt, der mich zur Suedspitze der Halbinsel, dem North Head am Eingang zum natuerlichen Hafen von Sydney gebracht hat. Auf dem Rueckweg bin ich durch den Ort zum Faehrhafen gelaufen und habe die Faehre zurueck nach Circular Quay, dem Stadtzentrum von Sydney, genommen. Als wir am Hafeneingang vorbeifuhren hat das Schiff ganz schoen geschaukelt, da das Meer ziemlich hohen Wellengang hatte.

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Sonntag, 30. Juli 2006
Do, 20. Juli: Regen, Regen, Regen ...
Da es praktisch ununterbrochen regnete, habe ich die meiste Zeit in der Stadt im Internetcafe verbracht. Eine geplante Faehrfahrt habe ich wegen des schlechten Wetters nicht unternommen.

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Mi, 19. Juli: Milsons Point und Darling Harbour
Heute bin ich zum ersten Mal mit dem Zug ueber die Hafenbruecke nach Nord-Sydney gefahren und am Milsons Point ausgestiegen. Neben dem Luna-Park (einem grossen Rummel) ist die Aussicht auf das Stadtzentrum und das Opernhaus von dort besonders schoen, wurde aber an diesem Tag durch den Regen etwas getruebt.



Anschliessend bin ich mit einer der vielen Faehren zum Darling Harbour gefahren, dem touristischen Zentrum von Sydney mit Aquarium, dem Seefahrtsmuseum, dem Chinesischen Garten und weiteren touristischen Attraktionen. Leider goss es in Stroemen, so dass ich mich bald wieder auf den Heimweg gemacht habe.

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Di, 18. Juli: Rockdale Beach und Airport
Da Patrick am Dienstag erst gegen Abend arbeiten musste, sind wir gemeinsam an den Strand von Rockdale gefahren und haben eine laengere Kuestenwanderung unternommen. Leider hat es die Haelfte der Zeit geregnet, was eine Wanderung am Strand naturgemaess weniger interessant macht, aber wir haben die Zeit genutzt, viel zu quatschen. Anschliessend habe ich Patrick zum Lunch eingeladen und wir sind ein ein Pub gefahren, in dem es fuer nur 7 Dollar (ca. 4,20 Euro) ein vorzuegliches, dickes Filetsteak mit Kartoffelpuerree gab. Ein gemischter Salat dazu hat nochmal 3 Dollar gekostet, das Essen insgesamt also nur 6 Euro pro Person.

Am Abend habe ich dann Oscar auf seiner Arbeit besucht, d.h. auf dem Flughafen, wo er der Schichtmanager fuer die Bar und die Restaurants im Inlandsterminal ist. Er hat mich mit reichlich Essen und Trinken versorgt, und mich nach seiner Arbeit nach Hause gefahren und mir auch fuer meine Mitbewohner Essen (was sonst weggeworfen wuerde) und Wein mitgegeben.

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Mo, 17. Juli: Blue Mountains


Am Montag hat mich Oscar mit dem Auto abgeholt und wir sind in die Blue Mountains gefahren. Sie liegen etwa zwei Stunden Autofahrt von Sydney entfernt und sind gut ueber die Autobahn zu erreichen. Den Namen haben die Berge von dem blauen Dunst, der durch die Sonnenreflektion auf den Oeltroepfchen, die die Gum Trees aussondern, entsteht.

Zuerst sind wir nach Katoomba gefahren, wo man die Hauptsehenswuerdigkeit in den Blue Mountains, die „Three Sisters“ sehen kann, eine Felsformation, die aus drei nebeneinanderstehenden Sandstein-Monolithen besteht.



Um uns viel Kletterei zu ersparen haben wir von der angeboteten Moeglichkeit Gebrauch gemacht, das Tal mit Hilfe zweier Gondeln und einer sehr steilen Bahn zu erkunden. Diese Bahn wurde frueher zum Kohletransport aus den seit 60 Jahren stillgelegten Kohleminen benutzt. Die verschiedenen Stationen sind durch markierte Wege miteinander verbunden, die einen zum Teil mitten durch den Regenwald fuehren.



Anschliessend sind wir in den Nachbarort Leura gefahren und haben dort Lunch gegessen. Nach einem weiteren – nicht touristisch ueberlaufenen – Aussichtspunkt ins dicht bewaldete Tal der Blue Mountains sind wir dann wieder Richtung Sydney gefahren, um mich puenktlich zum Abendessen gegen 18 Uhr wieder abzuliefern.

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So, 16. Juli: The Rocks und Sydney bei Nacht
Sonntags ist Einkaufstag. Jeden Sonntag Vormittag fahren Patrick, Oai und seine Mutter gemeinsam einkaufen. Den Haupteinkauf erledigen sie bei Woolworth (hier so etwa ein Supermarkt wie Real). Woolworth ist Teil von zwei riesigen Einkaufszentren in Bankstown, ca. 15 Minuten mit dem Auto von Belmore entfernt. Auch ich bin mitgefahren, damit auch meine Essenswuensche beruecksichtigt werden konnten. Dabei musste ich feststellen, dass ein Einkauf zu viert ziemlich anstrengend sein kann.

Am Nachmittag bin ich in die Stadt gefahren und durch die „Rocks“ gelaufen – die Gegend, wo sich die ersten britischen Siedler niedergelassen haben. In diesem Gebiet gibt es noch viele alte Gassen, die man nur zu Fuss begehen kann. Jeden Sonntag gibt es einen grossen Markt in den Rocks, in dem man Kleinkunst, Naturprodukte und aehnliches kaufen kann –ziemlich beliebt bei Touristen. Die „Rocks“ liegen direkt am Hafen von Sydney, wo es auch viele Strassenkuenstler gibt, die sich durch waghalsige Stunts oder Didgeridoo blasen ihren Lebensunterhalt verdienen.

Am Abend habe ich mich dann mit Oscar, einem Freund von Patrick, getroffen und er hat mir bei einer Stadtrundfahrt im Auto Sydney bei Nacht gezeigt. Die Skyline, die Harbour Bridge und das Opernhaus bilden schon eine beeindruckende Kulisse bei Nacht. Wir sind aber auch durch eines der Vergnuegungsviertel von Sydney (King’s Cross) gefahren. Da ich noch hungrig war, sind wir noch zu Harry’s Cafe auf Raedern gefahren (er wusste nicht, dass ich dort schon mal gegessen habe und ich wusste nicht, dass er mich dorthin fahren wollte) und ich habe nochmal eine Fleischpastete mit Kartoffel- und Erbsenpuerree gegessen. Ich war erstaunt, obwohl es inzwischen schon Mitternacht war, gab es eine lange Schlange vor dem Imbisswagen – zu Recht, die Fleischpasteten sind preiswert und gut.

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