Sonntag, 30. Juli 2006
Sa, 15. Juli: Geburtstagsparty
Samstag ist bei Patrick und Oai Haushaltstag. Da habe ich ein wenig beim Saubermachen geholfen. Ansonsten war es eher ein ruhiger Tag zu Hause.

Am Abend waren wir zu einer doppelten Geburtstagsfeier eingeladen. (Ich war beim Barbecue in der Woche zuvor ausdruecklich auch eingeladen worden.) Es war eine Themenparty, d.h. die Gaeste sollten moeglichst im Stil der 80er Jahre erscheinen. Da mein Stil eh eher zeitlos ist, brauchte ich mich nicht gross zu verkleiden. Patrick und Oai mussten bis in den Abend hinein arbeiten, deshalb sind wir erst relativ spaet erschienen (die Party fing schon um 16 Uhr an und gegen 23 Uhr gingen die meisten Gaeste, da die Party etwa eine Stunde von Sydney entfernt stattfand), aber es gab noch reichlich „Finger Food“ und zum Abschluss der Party wurde der Geburtstagskuchen angeschnitten und aufgeteilt, so dass alle Gaeste ein Stueck abbekamen. Ich habe mich auf der Party ziemlich lange mit einem indonesischen Lehrer unterhalten, der auch Englisch studiert und unterrichtet hat, zur Zeit aber autistische Kinder unterrichtet.

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Mittwoch, 26. Juli 2006
Fr, 14. Juli: Paramatta: Elizabeth Farm
Nach einem ruhigen Vormittag hat mich Patrick nach Paramatta mitgenommen, der zweitaeltesten Siedlung Australiens. Er musste dort arbeiten (Er ist Masseur und bietet einen mobilen Massageservice an, d.h. er massiert die Leute bei sich zu Hause oder im Buero.), ich hingegen habe einen Spaziergang durch Harris Park gemacht und dabei die aelteste Farm Australiens, Elizabeth Farm, besucht.



Besonders beeindruckt hat mich der Olivenbaum, die aelteste europaeische Pflanze in Australien. Das Farmhaus war im Stil des fruehen 19. Jahrhundert moebliert, aber alle Moebel waren nachgemacht – dafuer konnte man alles anfassen, sich auf die Stuehle setzen und selbst Briefkopien in die Hand nehmen. Die Farm wurde von einem britischen Offizier gegruendet und von seiner Frau Elizabeth betrieben. Beruehmt wurde die Farm als Ursprung der Schafszucht in Australien. Bedauerlich war nur, dass die Teestube schon um 15 Uhr geschlossen hatte.

Vom Hafen von Paramatta bin ich dann wieder mit dem Flusskatamaran den Paramattafluss hinuntergefahren und habe mir dabei die Skyline von Sydney „bei Nacht“ angesehen.

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Do, 13. Juli: Koloniales Sydney und Chinatown
Nach einem Ruhetag habe ich am Donnerstag wieder eine intensive Stadterkundung betrieben. Am Vormittag habe ich das koloniale Sydney erkundet, d.h. mir die Gebaeude aus der Kolonialzeit nicht weit vom Hafen von Sydney angesehen.



Auf dieser Tour habe ich auch die Sternwarte von Sydney besichtigt, die frueher von grosser Bedeutung fur die Schiffahrt war, da jeden Tag um 1 Uhr durch das Fallenlassen eines Balles an einem Fahnenmast die genaue Uhrzeit angezeigt hat. Besonders interessant neben der Aussicht auf die Hafenbruecke waren die Legenden der Ureinwohner Australiens (Aborigines) ueber die Entstehung der Erde und der Sterne.

Am Nachmittag habe ich Chinatown und den chinesischen Garten am Hafen (Darlington Harbour) besucht.



Der chinesische Garten war zwar sehr interessant, aber inmitten der vielen Hochhaeuser und aufgrund der raeumlichen Enge gefallen mir die chinesischen Gaerten in Vancouver und Berlin besser – der in Berlin ist der weitraeumigste, wodurch die einzelnen Gestaltungselemente wesentlich besser zur Geltung kommen. Chinatown ist voller Laeden, Restaurants und Maerkte und es herrscht ein geschaeftiges Treiben. Der Einfluss der Chinesen auf die Kultur in Australien und Nordamerika kann kaum ueberschaetzt werden, hier erlebt man, dass das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Chinesen ist. Ich frage mich manchmal, wann es die erste Chinatown in Deutschland geben wird.

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Mi, 12. Juli: Belmore, Kingsgrove und Campsie
Am Mittwoch habe ich wieder einen ruhigeren Tag eingelegt, am Computer gesessen und in einem laengeren Spaziergang die Vororte Belmore, Kingsgrove und Campsie erkundet. Es gibt hier praktisch nur Einfamilienhaeuser und in jedem Vorort eine Einkaufsstrasse mit einer Reihe von Einzelhandels-, ueberwiegend aber Imbisslaeden. Leider gibt es in der naeheren Umgebung keine Parks, nur einige Fussballplaetze.

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Di, 11. Juli: Botanischer Garten


Am Dienstag bin ich dann mit dem Zug in die Innenstadt gefahren und habe mir mehr Zeit genommen, den Botanischen Garten zu durchstreifen.





Der Regenwald, Farn- und Palmengarten waren besonders interessant, ueberwaeltigend waren aber die tausenden von Flughunden, die in den Baeumen hingen und gegen Sonnenuntergang aktiv wurden.



Im Botanischen Garten liegen auch das Regierungsgebaeude (Government House) von New South Wales, das Musikkonservatorium und Mrs. Macquaries Chair, eine in Felsen gehauene Sitzbank mit Aussicht auf den Hafen. Unweit des Botanischen Gartens liegen auch die Kunstgalerie, das Parlamentsgebaeude und die Staatsbibliothek von New South Wales sowie die St. Mary’s Kathedrale, die katholische Kathedrale von Sydney und die groesste katholische Kirche Australiens (angeblich sogar der suedlichen Hemisphaere, was ich aber angesichts der Kathedralen in Suedamerika in Frage stellen wuerde).

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Mo, 10. Juli: Olympischer Park und Circular Quay
Zusammen mit Patrick habe ich am Vormittag den Olympischen Park besucht, den Austragungsort der Olympischen Spiele des Jahres 2000.



Neben einer Vielzahl von Sportstadien gibt es eine Reihe von Springbrunnen, aber auch eine Huegellandschaft mit Aussicht auf den „Park“ und Sydney und einen renaturierten Steinbruch, in dem Froesche angesiedelt wurden, die man von Aussichtsplattformen und einem hoch ueber dem Steinbruchboden gelegenen Rundweg beobachten konnte.

Da Patrick nachmittags arbeiten musste, bin ich alleine mit einer der vielen Faehren von Sydney, einem Flusskatamaran, vom Olympischen Park ins Stadtzentrum von Sydney, zum Circular Quay, gefahren. Die Fahrt den Paramattafluss hinunter dauerte fast eine Stunde. Von der Faehre habe ich einen ersten Eindruck von der Skyline von Sydney erhalten, aber auch vom beruehmten Opernhaus und der Hafenbruecke. Mein anschliessender Spaziergang hat mich vom Circular Quay in den Botanischen Garten gebracht. Der Laerm der Voegel im Botanischen Garten bei Sonnenuntergang war unbeschreiblich. Auch die Artenvielfalt von bei uns in freier Wildbahn nicht vorkommenden Voegeln (z.B. Papageien) war beeindruckend.



An der naechsten Hafenmole habe ich dann an Harry’s beruehmtem Cafe auf Raedern einen Imbiss eingenommen, d.h. eine australische Fleischpastete mit Kartoffel- und Erbsenpuerree, um dann noch etwas durch das „naechtliche“ Sydney zu schlendern, bevor ich mit der Bahn zurueck nach Belmore gefahren bin.

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Mittwoch, 19. Juli 2006
So, 9. Juli: Cooks Landungsplatz
Nach einem spaeten Fruehstueck sind Patrick, Oai und ich mit dem Auto Richtung Sueden gefahren. Da wir die Abfahrt zum Landungsplatz von Captain Cook verpasst haben, sind wir weitergefahren, haben den Royal National Park durchquert und dann im Stanwell National Park die Aussicht auf die malerische Steilkueste genossen.



Sie ist bekannt fuer ihre nur zu Fuss erreichbaren Badebuchten, aber auch beliebt bei Hangglidern. Stanwell Park ist ein noerdlicher Vorort von Wollongong, der naechsten groesseren Stadt suedlich von Sydney.



Auf dem Rueckweg haben wir dann doch noch Halt gemacht am der Stelle, wo Kapitaen James Cook 1770 als erster Brite australischen Boden betreten hat. Sie liegt an der Botany Bay, die ihren Namen von den Cook auf seiner Expedition begleitenden Naturwissenschaftlern erhalten hat, die begeistert waren von der Artenvielfalt der Pflanzen.

Auf der anderen Seite der Bucht liegt der internationale Flughafen von Sydney.

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Sa, 8. Juli: Grillparty
Heute haben Patrick und sein Freund Oai einige Freunde zu einer Einweihungsfeier/Grillparty eingeladen - auch, damit ich einige andere Australier kennenlerne.

Den Vormittag waren wir gut mit Vorbereitungen beschaeftigt, das Haus und die Gartenmoebel sauber zu machen und das Essen vorzubereiten.

Die Party fing um 13 Uhr an und wir hatten Glueck mit dem Wetter, die Sonne schien und es war angenehm warm und wir konnten vor dem Haus sitzen. Es gab reichlich zu essen, Koteletts, Wuerstchen, Hackfleischspiesse und Huehnchenteile. Dazu Salat, Broetchen und Saucen und Dips. Wir waren insgesamt 15 Leute.





Gegen Sonnenuntergang (um 17 Uhr) wurde es dann aber so kalt, dass wir ins Wohnzimmer gezogen sind, wo die Party gegen 18 Uhr nach Kaffee und Kuchen zu Ende ging.

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Dienstag, 18. Juli 2006
Fr, 7. Juli: Australischer Winter in Belmore
Nach den vielen Touren der letzten Tage und dem letzten Flug habe ich einen Ruhetag eingelegt. Ich habe mein Reisetagebuch aktualisiert, meine Bilder auf CD gespeichert und einen Spaziergang durch die Haupteinkaufsstrasse zum Bahnhof von Belmore gemacht, der etwa 15 Minuten zu Fuss von meiner gegenwaertigen Unterkunft entfernt liegt.

Belmore ist ein Vorort von Sydney im Suedwesten vom Stadtzentrum, ca. 30 Minuten mit Bahn oder Auto vom Stadtzentrum entfernt. In Belmore leben viele Australier chinesischer oder libanesischer Herkunft. In der Einkaufsstrasse gibt es viele kleine Geschaefte, die grossen Supermaerkte und Einkaufszentren liegen ca. 10 Minuten mit dem Auto oder 30 Minuten zu Fuss von Belmore entfernt.

Der australische Winter ist dieses Jahr besonders kalt. Nachts sinken die Temperaturen in Sydney bis 2 Grad, am Tage liegen die Hoechsttemperaturen zwischen 15 und 20 Grad, was bei Sonnenschein sehr angenehm ist. Da mein Schlafzimmer keine Heizung hat, sinken die Zimmertemperaturen nachts bis auf 12 Grad. Zum Schlafen ist die Temperatur sehr angenehm, aber das Aufstehen morgens faellt mir dann doch schwer.

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Donnerstag, 13. Juli 2006
Mi, 5. Juli / Do, 6. Juli: Hongkong – Singapur - Sydney
Den Mittwoch Vormittag habe ich dazu genutzt, noch einmal die fuer Hongkong typsichen oeffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Ich bin sowohl mit den Doppelstockstrassenbahnen gefahren als auch mit der Star Faehre, die Hong Kong mit Kowloon verbindet. Beide fahren praktisch ununterbrochen. Bei Tageslicht sah die Skyline von Hongkong wesentlich weniger einladend aus als nachts.



Dann hiess es packen, Mittag essen (Lammbraten mit Minzsauce in einem nahegelegenen Imbissrestaurant) und duschen bevor ich mit dem Taxi zum Airport-Express fuhr. Dort konnte ich gluecklicherweise schon einchecken, so dass ich mich nicht mehr um das Gepaeck kuemmern und am Flughafen anstehen musste. Der Flug nach Singapur mit Singapore Airlines war etwas laut (wegen mehrerer schreiender Babys), aber der Service und das Essen von Singapore Airlines waren sehr gut – es gab ein Fuenfgangmenue mit Fisch und Salat als Vorspeisen, einem Hauptgericht und Kaese und Suessspeise als Nachtisch.

In Singapur musste ich dann umsteigen und habe den kurzen Aufenthalt dazu genutzt, mir die Fuesse zu vertreten und einen der vielen kostenlosen Internet-Terminals zu nutzen.

Der Flug von Singapur nach Sydney war dann sehr ruhig. Nach einem Imbiss konnte ich drei Stunden schlafen, aber dann wurden wir fuer ein sehr ueppiges warmes Fruehstueck geweckt.

Die Passkontrolle nach der Ankunft verlief schnell und reibungslos, obwohl Australien das einzige Land auf meiner Reise ist, dass ein Visum verlangt. Und auch die auszufuellende zweiseitige Einreisekarte liess keine Fragen offen. ;-) Auch die Zollkontrolle ist in Australien besonders scharf, es werden alle Gepaeckstuecke geroentgt, wobei sie besonders darauf achten, dass keine pflanzlichen oder tierischen Produkte eingefuehrt werden. Meine Kekse durfte ich jedoch mitnehmen.

Nach der Zollkontrolle habe ich dann mein Handy aktiviert und Patrick eine SMS geschickt. Ich bin dann mit dem Zug nach Kingsgrove gefahren, wo er mich mit dem Auto abgeholt hat.

Bei ihm zu Hause angekommen haben wir gemeinsam gefruehstueckt, dann habe ich „mein“ Zimmer bezogen und ausgepackt. Anschliessend sind wir noch ans Meer gefahren und etwas spazieren gegangen. Der Temperaturunterschied zwischen Hongkong und Sydney war schon ziemlich dramatisch. In Sydney lagen die Tageshoechsttemperaturen um 16 Grad (nachts sanken die Temperaturen auf 2 Grad). Es handelt sich wohl um den kaeltesten Winter in Sydney seit Menschengedenken.

Am Abend haben wir dann gemeinsam mit Patricks Freund Oai und dessen Mutter, die zu dritt in einem Bungalow wohnen, zu Abend gegessen. Zur Begruessung gab es etwas typisch Australisches, Steak und Kaengeruhfleisch. Kaengeruhfleisch sieht so aehnlich wie Leber aus und schmeckt auch ein wenig so.

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